


Wer weiß schon, dass es in Augsburg einen buddhistischen Tempel gibt, oder wo man original asiatische Kleidung in unserer Stadt kaufen kann? Diese und noch weitere Fragen werden durch den vom Stadtjugendring Augsburg veröffentlichen „Interkulturellen Stadtplan“ beantwortet.
In Augsburg leben rund 45.000 Ausländer aus über 140 Nationalitäten. Damit hat die Stadt einen Ausländeranteil von 16,5%, in der gesamten Bundesrepublik sind es rund 9%.
Ziel des "Interkulturellen Stadtplans" ist es, der Tatsache der ethnischen Vielfalt Rechnung zu tragen und die multiethnische Bevölkerung in Augsburg auf eine anschauliche Art und Weise sichtbar und erlebbar zu machen Diese vielschichtige Bevölkerungsstruktur prägt und bereichert das Erscheinungsbild und das kulturelle Leben in der Stadt. Trotzdem ist dies für den Einzelnen je nach seinem Wohnort, seinem Arbeitsplatz und seinem persönlichem Umfeld so gar nicht ohne Weiteres offensichtlich, wahrnehmbar und durchschaubar und genau dies leistet der interkulturelle Stadtplan.
Deswegen hat der Stadtjugendring Augsburg mit diesem monatelangen, aufwendigen Projekt recherchiert, wie sich die verschiedenen Nationen und ihre Kultur im Stadtleben erleben lassen.
Die Informationen wurden in 7 Kategorien zusammengefasst:
Vereine
Religiöse Stätten
Restaurants, Cafés, Kneipen, Discos
Geschäfte und Dienstleistungen
Bildung, muttersprachlicher Unterricht
Freizeit und Sport
Interkulturelle Institutionen.“
Es ist auch möglich nach Stadtteilen zu suchen, so kann der Besucher der Seiten feststellen in welchen Regionen der Stadt sich Orte mit anderen Migrationshintergründen finden lassen.
Zu den einzelnen Orten gibt es außerdem – wenn vorhanden – Fotos und einen Ausschnitt des Amtlichen Stadtplans der Stadt zur Lage.
Die Texte entstanden auf der Basis von Befragungen und sind auf Grund der unterschiedlichen "Interviewer und Interviewten" in Umfang und Inhalt verschieden. Der SJR stellt mit diesem Plan keinen Anspruch auf Vollständigkeit und deswegen werden hier zum Teil nur exemplarisch Orte präsentiert. Ein solches Projekt ist nie „fertig“ und wir waren auch bei der Recherche für diese erste Ausgabe irgendwann gezwungen einen Schlussstrich zu ziehen.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit 16 Studenten und Studentinnen des Faches Volkskunde der Universität Augsburg unter der Leitung der Ethnologin Christine Lembert. Unser Dank gilt ihrem großen Engagement. Danken möchten wir ebenfalls den vielen Informanten und Informantinnen aus der multiethnischen Augsburger Bevölkerung und den Ansprechpartnern von Institutionen, Organisationen, Vereinen, Religionsgemeinschaften und Kirchen, die das Projektteam mit zahlreichen Hinweisen und Beschreibungen unterstützten.